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Gesundheit :: Vorsorge

Neuer Borreliose-Test für Pferde gibt Auskunft über Infektionsstatus

Seit vielen Jahren ist der sogenannte EliSpot ein zuverlässiger Test zur Bestimmung einer Borrelien-Infektion, allerdings nur im Bereich der Humanmedizin. Seit Kurzem gibt es das Verfahren nun auch für Pferde und Hunde.
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Das Augsburger Labor Infectolab Vet bietet die beiden Tests EliSpot equin (Pferd) und EliSpot canin (Hund) an.

Nahezu jede zweite Zecke in der Augsburger Region ist mit Borrelien und ggf. auch einer oder mehreren Co-Erregern infiziert, wie Analysen aus der Borrelioseforschung belegen. Auch FSME ist in Süddeutschland bereits weiter auf dem Vormarsch als in Norddeutschland. Erkrankt ein Pferd an Borreliose, so kann sich dies in verschiedenen Symptomen äußern. Typische Hinweise bei Pferden sind nach Aussage von Dr. Norbert Wolff, Leiter des Infectolab Vet, unter anderem neurologische Symptome, Augenerkrankungen, chronische Gewichtsabnahme, Muskelschmerzen und Arthritis so wie zeitweiliges und wechselseitiges Lahmen. Bei Hunden können Fieber, Schmerzen und Schwellungen und ebenfalls Beschwerden beim Laufen typische Folgen einer aktiven Borrelien-Infektion sein.

Der EliSpot-Borreliose Test (Enzym-linked immunosorbent spot Assay) misst im Unterschied zu den weniger zuverlässigen serologischen Standardtests, die nur die Existenz von Antikörpern nachweisen können, die Zahl der aktivierten T-Lymphozyten in den Zellkulturen, die Zytokine gegen das jeweilige Antigen ausschütten. Dies ermöglicht nicht nur eine Aussage ob irgendwann einmal eine – möglicherweise vielleicht längst inaktive – Infektion vorlag, sondern gibt auch Auskunft über den Inflammationsgrad und damit die Behandlungsbedürftigkeit der Infektion.


Quelle:

Infectolab / NRHA / Barnboox

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