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Gesundheit :: Vorsorge

Ginster

In vielen Teilen Deutschlands stehen Pferde auf Weiden, die mit Ginster übersäht sind. So lange genug Futter vorhanden ist, fressen die Tiere Ginster eher selten. Problematisch wird die Situation aber dann, wenn die Wiese überweidet ist. Besonders trächtige Stuten sind gefährdet, durch die Aufnahme von Ginster ihr Fohlen durch vorzeitige Wehen zu verlieren.
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An Waldrändern, auf Heiden und als Zierpflanze in Gärten gedeiht der bis zu zwei Meter hohe Ginster mit seiner wunderbar gelben Blütenpracht (blüht von Mai bis Juni). Die am häufigsten vorkommende Art ist der Färberginster mit seinen rutenartigen, unbedornten Zweigen und den lanzettlichen Blättern. Seine Schmetterlingsblüten stehen in großen Trauben. Aus den Zweigen wurde früher der Farbstoff "Schüttgelb" gewonnen. Daher kommt auch der Name Färberginster.

Die nahen Verwandten sind der Besengnster, der gerne entlang von Bahndämmen gedeiht und der Stechginster, der starke Dornen trägt und bereits im April erblüht. Er findet sich häufig in Kiefernwäldern, Heiden und in der Nähe von Mooren. 

Nach der Blüte entstehen die schwarzen Samen in flachen, braunen Hülsen. Giftig ist die gesamte Pflanze.

In kleinen Mengen hat Ginster eine erregende und abführende Wirkung. Deshalb sind erste Anzeichen einer Vergiftung meist Unruhe, Herzrasen und Durchfälle. Schwere Vergiftungen lösen starke Koliken, zum Teil mit Darmverschluss, aus. Auch Lähmungen und Krämpfe sind bekannt. Der Tod tritt durch Atemmlähmung ein. 

Wenn möglich sollten Pferde gar nicht auf Ginster-bewachsenen Koppeln gehalten werden. Besondere Vorsicht ist jedoch bei tragenden Stuten geboten. Hier sind einige Fälle von Fehl- und Frühgeburten durch Ginstervergiftungen bekannt.

Foto: Ulrich Velten / pixelio.de


Quelle:

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