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Gesundheit :: Vorsorge

Bei Hitze: Pferden Elektrolyte zufüttern!

Neuesten Erkenntnissen zufolge ist beim Ausritt im Hochsommer noch mehr Vorsicht geboten als bislang angenommen. Denn der Elektrolytverlust durch Schwitzen ist beim Pferd beträchtlich. Das kann zu Krämpfen, Herz- und Verdauungsproblemen führen. Deshalb ist die Versorgung mit Flüssigkeit und Mineralstoffen gerade im Sommer bei großer Hitze besonders wichtig. Als Reiter und Pferdebesitzer trägt man hierfür die Verantwortung.
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Elektrolyte sind wichtige Mineralstoffe wie beispielsweise Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium und Chlorid, die im Körper in gelöster Form vorkommen. Sie sind wichtig, um verschiedene Körperfunktionen zu steuern. Sinkt ihre Konzentration durch starkes Schwitzen unter einen bestimmten Wert, so sind davon Stoffwechsel-, Kreislauf- und Nervenfunktion negativ betroffen.

Ein internationales Forscherteam der Aberystwyth Universität aus Wales und der Universität Florida fand heraus, dass Pferde die meisten Elektrolyte am Hals und den Vorderextremitäten ausschwitzen. Etwas weniger Mineralstoffe verlieren sie über den Bereich zwischen den Oberschenkeln und noch weniger über den Rücken und die Ohren. Frühere Untersuchungsproben wurden aber immer vom Rückenschweiß genommen. Das bedeutet: Der tatsächliche Elektrolytverlust durch Schwitzen wurde bislang vermutlich unterschätzt. Diese Erkenntnis könnte laut den Wissenschaftlern Auswirkungen auf die Zusammensetzung von Mineralstoffmischungen der Produkte zum Wiederaufbau von Pferden nach starken Elektrolytverlusten haben.

Erfolgreiche Sportreiter machen es vor

Es ist Sommer. 30 Grad Celsius im Schatten, im Stallzelt vielleicht noch etwas wärmer und die Pferden stehen vor wichtigen Prüfungen auf einem wichtigen Turnier. Und jeder verantwortungsbewusste Reiter stellt sich die Frag, wie versorgen ich meine Vierbeiner in dieser Situation optimal was die Fütterung betrifft?

Gerade bei hohen Temperaturen sind Elektrolyte ganz, ganz wichtig. Beim Schwitzen verlieren die Pferde Flüssigkeit und notwendige Körpersalze wie Calcium, Natrium oder Kalium. Durch Elektrolyte gleicht man den Verlust aus, bevor ein Mangel entstehen kann.

Ein besonderer Tipp: Man gibt auf Turnieren den Pferden so viel Raufutter zur Verfügung, wie sie fressen können. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Pferde mehr trinken, wenn sie größere Mengen Heu bekommen. Mehr trinken heißt auch mehr Flüssigkeit und mehr Elektrolyte.

Elektrolytmangel vorbeugen und ausgleichen

Jedes Pferd, ob Sportpferd oder in der Freizeit ins Gelände geritten schwitzt im Sommer. Je höher die Temperaturen desto höher der Flüssigkeitsverlust. Mit einer artgerechten Fütterung mit der richtigen Mineralisierung sollte jeder Reiter oder Pferdebesitzer Mangelerscheinungen beim Pferd vorbeugen. Bei extreme Leistungen, speziell bei hohen Temperaturen und starkem Schwitzen, sollte der Flüssigkeitsverlust durch zusätzliche Wassergabe und der Mineralstoffverluste sofort mit zusätzlichen Elektrolyt-Zusätzen im Futter ausgeglichen werden.

Verschiedene Hersteller bieten solche Produkte in flüssiger-, gelartiger-, pulvriger oder pelletierter-Form an. Bei der Dosierung empfiehlt es sich die jeweiligen Herstellerempfehlungen zu beachten. Berücksichtigt werden sollten dabei immer die tatsächliche Leistung des Pferdes; zu wenig führt zu Leistungsschwund, zu viel führt zu Gewichtszunahme und den damit einhergehenden Problemen.


Quelle:

Barnboox
Bild: Fotolia #87855434