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Gesundheit :: Vorsorge

Adlerfarn

Farne sind uralte Pflanzen. Zusammen mit dem Bärlapp und dem Schachtelhalm waren sie vor 350 Millionen Jahren die ersten Pflanzen auf festem Erdboden. Damals waren sie bis zu 10 Meter hoch, dagegen ist der Adlerfarn, unser größter einheimischer Farn, mit seiner Maximalhöhe von zwei Metern ein echter Neuzeitzwerg.
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Die jungen Farnwedel sind eingerollte, oft dicht mit Spreuschuppen besetzte Gebilde, die in ihrer Form an einen Bischofsstab erinnern. An der Unterseite der ausgebreeiteten Blätter erscheinen im Juni kleine grüne Kapseln, die später braun werden und aufplatzen. Dabei schleudern sie die schwärzlichen Sporen heraus. Der Adlerfarn hat hellgrüne, zweifach gefiederte Blätte und liebt sandige, trockene Wälder. Alle Pflanzenteile sind giftig. Deshalb sind besonders Holzrückepferde und ihre Führer gefährdet, die giftigen Sporen einzuatmen.

Für ein ausgewachsenes Warmblut gelten 2-3 kg Adlerfarn als tödliche Dosis. Gefährdet sind Pferde vor allem dann, wenn sie die Pflanze übers Heu aufnehmen, denn Adlerfarn behält seine toxische Wirkung auch in getrocknetem Zustand. Beim  Mähen von Wiesen am Waldrand sollte deshalb immer nach Farnen Ausschau gehalten werden. Vergiftungen zeigen sich durch zentralnervöse Störungen und Ataxien.

Foto: X-ray Andi / pixelio.de


Quelle:

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