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Gesundheit :: Vorsorge

Achtung Impfreaktionen: Besitzer ist gefragt!

Impfungen sind notwendig zur Gesundhaltung unserer Pferde, aber auch der beste Tierarzt kann nicht verhindern, dass es manchmal zu unerwünschten Nebenwirkungen bzw. Impfreaktionen kommt. Hier ist der Besitzer gefragt: wer mögliche Reaktionen kennt und sein Pferd nach der Impfung genau beobachtet, kann umgehend einschreiten und damit Schlimmeres verhindern.
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Impfungen bewahren unsere Pferde vor schweren Erkrankungen. Dennoch kann es vei einer Impfung kann es zu vielfältigen unerwünschten Nebenwirkungen kommen, von lokalen Reaktionen wie Schwellung oder einem steifen Hals bis hin zum schweren anaphylaktischen Schock. Letzterer ist eine glücklicherweise seltene, aber lebensbedrohliche Abwehrreaktion des Körpers, die bereits Sekunden nach der Impfung oder aber auch bis zu 20 Minuten danach auftreten kann. Typische Symptome: Schweißausbrüche und rasche Atmung. Hier muss umgehend der Tierarzt kommen. Leichtere Abwehrreaktionen des Körpers können Durchfall, Schwitzen, leichte Koliken und Fressunlust sein, die innerhalb von Stunden auftreten.

Nicht ganz selten sind lokale Schwellungen und Schmerzhaftigkeit an der Einstichstelle. Es kann auch zu Appetitlosigkeit und leichtem Fieber kommen. Gewöhnlich sieht man diese Symptome am nächsten Tag. In selteneren Fällen kann es auch zum Abzessbildung kommen. Wenn die Pferde ansonsten in gutem Allgemeinzustand sind und der Halter lediglich bemerkt, dass das Pferd Schwierigkeiten hat, den Kopf zu senken, kann man abwarten, ob sich das bis zum nächsten Tag gibt. Wichtig ist jedoch, dass das Pferd ausreichend Wasser und Futter bekommt. Gegen die lokale Schwellung und Schmerzen helfen Eispackungen. Bleibt das Problem bestehen, sollte man den Tierarzt rufen. Wenn es zu Störungen im Allgemeinbefinden kommt, also das Pferd wirklich krank erscheint, ist sofort der Tierarzt zu konsultieren.

Hat das Pferd eine Impfreaktion gezeigt, sollte man unbedingt mit seinem Tierarzt über zukünftige Impfungen sprechen. Vielleicht gibt es einen alternativen Impfstoff. Manche Impfungen wie gegen Tetanus und Influenza sind wirklich wichtig oder gar lebensnotwendig (Tetanus) für das Pferd, andere müssen nicht unbedingt sein. Impfen Sie also nur, wenn es wirklich sein muss. Bei einer EHV-Impfung sollte nach Möglichkeit nicht auch noch gleichzeitig gegen Influenza geimpft werden. Vielmehr sollte man zwischen beiden Impfungen etwas Zeit verstreichen lassen.

Daran sollten Sie denken:

Impfung ist nicht gleich Impfung – fragen Sie Ihren Tierarzt vor einer Impfung, welche Nebenwirkungen möglich sind

  • Halten Sie die Anweisungen Ihres Tierarztes bezüglich Reitpausen und Schonung des Pferdes nach einer Impfung genau ein
  • Bleiben Sie nach der Impfung noch eine Zeitlang im Stall und beobachten Sie Ihr Pferd, damit Sie umgehend den Tierarzt rufen können, wenn allergische Reaktionen treten sollten.
  • Beobachten Sie Ihr Pferd sehr genau am Tag nach der Impfung: ist die Einstichstelle geschwollen oder schmerzt sie? Frisst es? Kann es den Hals zum Trinken oder Fressen senken? Wenn nicht, müssen Sie dafür sorgen, dass Wasser und Futter in der für das Pferd erreichbaren Höhe angeboten werden. Bessert sich der Zustand nicht innerhalb von zwei Tagen, verständigen Sie den Tierarzt.

Quelle:

The Horse

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