Eine gute Pferdeversicherung zahlt sich aus!

Im Folgenden geht es deshalb um die überaus wichtige Thematik der Pferdeversicherung. Die Fragen, warum es sinnvoll ist, eine Pferdeversicherung abzuschließen, welche Arten des Schutzes es gibt und wie der Besitzer des Tieres den passenden Versicherungsträger findet, beantwortet dieser Text.
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Die Anschaffung, Haltung und Pflege eines Pferdes zu gewährleisten erfordert um einiges mehr an Aufwand, als es bei anderen Haustieren der Fall ist. Nicht viele Menschen können sich ein Pferd leisten, doch wecken diese Tiere bei vielen nostalgische Kindheitserinnerungen. Ein Pferd zu besitzen, bedeutet den Zugang zum Reitsport, sowie die Möglichkeit auf ausgedehnte Spaziergänge auf dem Rücken des Gauls. Dieser Text richtet sich an jene glücklichen Menschen, für die der Traum vom eigenen Pferd ein realer Bestandteil ihres Lebens ist.

Pferdeversicherung

Ist eine Pferdeversicherung sinnvoll?

Die majestätischen Tiere waren vor ihrer Domestizierung durch den Menschen Fluchttiere, die in Herden miteinander lebten. Die historische Entwicklung verwob jedoch das Schicksal des Menschen, mit dem der Pferde. Sie werden bis heute aufgrund ihrer Kraft in weiten Teilen der Welt als Zug- und Lasttiere gebraucht. Auch wenn der private Pferdebesitzer diesen eleganten Vierbeiner jedoch überwiegend oder ausschließlich für sportliche Zwecke einsetzt, so bleibt die unbändige Kraft des Pferdes erhalten. Allein aufgrund dieses Faktors ist eine Versicherung des Pferdes sinnvoll. Denn für alle Schäden, die durch den Gaul entstehen, haftet der Halter des Tieres.

Ein weiterer Grund das Pferd zu versichern ist, dass im Laufe seines Lebens immer wieder Krankheiten oder Unfälle auftreten können. Tierarztrechnungen für Pferde fallen dabei sehr teuer aus und können die eigenen finanziellen Möglichkeiten bei Weitem überschreiten. Schon viele Besitzer mussten sich schweren Herzens von ihrem Tier trennen, da sie die Kosten für eine notwendige Behandlung oder Operation nicht tragen konnten.

Eine zusätzliche Variante der Versicherung gilt dem Besitzer selbst. Denn auch der Reiter des Pferdes setzt sich vielfältigen Gefahren aus und kann mit seinem Gaul einen Unfall erleiden. In vielen Fällen reicht dann der Schutz der „normalen“ Krankenversicherung nicht mehr aus, da diese auf ein erhöhtes und selbst verschuldetes Risiko plädieren. In der Folge weigern sie sich, die Kosten für den Rettungseinsatz oder gar eine Bergung im Gelände zu übernehmen.

Was kostet eine Pferdeversicherung?

Für die verschiedenen Versicherungsarten werden entsprechend des Leistungsumfangs unterschiedliche Beiträge fällig. Nachfolgend finden Sie eine Auflistung der Kosten der drei wichtigsten Versicherungsarten:

Versicherungsart Beitragskosten Hinweis
Pferdehaftpflichtversicherung Ab 50 EUR im Jahr Die Versicherung von Turnierpferden ist deutlich teurer!
Pferdekrankenversicherung Ab 100 EUR im Monat Je jünger das Pferd bei Abschluss des Versicherungsvertrags, desto günstiger der Beitrag!
Pferde-OP-Versicherung Ab 6 EUR im Monat Gute Pferde-OP-Versicherungen mit hohen Entschädigungsgrenzen kosten weniger als 20 Euro im Monat!

Quelle: https://www.versicherungsriese.de/tierversicherung/pferdeversicherung/

Die verschiedenen Versicherungsarten einfach erklärt

Im Folgenden beschäftigen wir uns mit den drei wichtigsten Versicherungsmöglichkeiten. Insgesamt gibt es jedoch einige mehr, das direkte Nachfragen bei den Versicherungsträgern lohnt sich also.

  1. Die Pferdehaftpflichtversicherung: Dieser Versicherungsschutz tritt in Kraft bei durch das Pferd verursachten Sach- und Personenschäden. Die private Haftpflichtversicherung des Halters ist in solchen Fällen nicht zuständig. Deshalb ist der Abschluss einer Pferdehaftpflichtversicherung unerlässlich. Die Versicherer nehmen bei der Höhe der Beitragsbemessung einige Unterscheidungen vor. So achten sie beispielsweise darauf, zu welchem Zweck der Besitzer das Pferd einsetzt. Handelt es sich um ein Reitpferd, fallen die zu zahlenden Beiträge höher aus, als bei einem Gnadenbrotpferd. Letzteres bedeutet, dass es nicht mehr möglich ist, das Pferd zu reiten. Daher kann es auch weniger Schäden verursachen. Weitere Kriterien bei der Kostenaufstellung sind inkludierte Mietsachschäden an der Box oder am Transporter und Reitbeteiligungen anderer Personen. Viele Haftpflichtversicherungen schützen auch im Fall von Flurschäden. Das sind Schäden, die das Tier am Feld eines Bauern verursacht.
  2. Die Pferdekrankenversicherung: Diese funktioniert nach demselben Prinzip wie eine Krankenversicherung für den Menschen. Der Halter des Tieres muss einen monatlichen Beitrag bezahlen. Dadurch ermöglicht er sich im Krankheitsfall des Pferdes eine Kostenübernahme der Tierarztrechnung durch den Versicherungsträger. Zumeist bleibt lediglich ein kleiner Selbstbehalt von circa 20 Prozent vom Pferdebesitzer zu übernehmen. Auch im Falle von chronischen Erkrankungen tritt der Versicherungsschutz ein. In der Regel nehmen die Versicherungsträger auch ältere Pferde auf, allerdings zu etwas höheren Beitragszahlungen. Das Mindestalter beträgt hingegen etwa drei Monate.
  3. Die Pferde-OP-Versicherung: Wie der Name schon sagt, deckelt diese Versicherungsart die Kosten, die für eine Operation des Pferdes entstehen können. Operationen werden häufig nach Unfällen notwendig und sollten für diesen Notfall bereits abgeschlossen sein. So übernimmt die Versicherungsgesellschaft die Ausgaben für die präoperative Diagnostik, die Vollnarkose, die Operation und auch die Nachsorge.

Die passende Versicherungsgesellschaft finden

Es gibt unzählige Angebote von Versicherern, die sich auf Pferde spezialisiert haben. Um dabei noch den Überblick zu behalten, ist es ratsam, sich genau mit den persönlichen Bedürfnissen und Anforderungen auseinanderzusetzen. Daraufhin gestaltet sich die Suche nach dem passenden Angebot schon etwas leichter. In vielen Fällen ist es möglich, die Versicherungen miteinander zu kombinieren und dadurch im Gesamten eine Kostenersparnis zu erlangen.

Ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl der Versicherungsgesellschaft sollte die GOT Deckelung darstellen. Diese Abkürzung steht für den Ausdruck „Gebührenordnung der deutschen Tierärzte„. Diese erlaubt es den Tiermedizinern ihr Honorar, je nach Aufwand und Schweregrad zu verrechnen. Dabei setzen sie den ein-, zwei-, oder dreifachen Satz ein. Bei der Auswahl des Versicherungsträgers lohnt es sich also, genau hinzusehen und einen hohen Schutz zu wählen.

Ein weiterer Tipp ist es, sich mit Menschen auszutauschen, die bereits eine Pferdeversicherung besitzen. Auch der Tierarzt kann in diesem Fall als Berater fungieren.


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admin