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West-Nil-Virus WNV bei Pferden: Jetzt impfen!

17.06.2015 – Zugvögel bringen das West-Nil-Virus aus Afrika mit und übertragen es zwischen Juli und Oktober über Mücken auf Pferde. Unspezifische Krankheitserscheinungen wie Fieber, Depression und Sehstörugen sind die Folge, im späteren Verlauf auch Lähmungen, Krämpfe und Tod. Eine Therapie gibt es nicht, wohl aber eine Impfung.
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Das West-Nil-Virus trat zunächst nur in Afrika aus und gelangte von dort aus 1999 zunächst in die Vereinigten Staaten. Bereits 2002 gab es dort 15.000 angezeigte Fälle bei Pferden. Seit 2009 ist es auch in Europa auf dem Vormarsch. Die Übertragung zwischen den infizierten Zugvögeln und den Pferden (oder auch Menschen) geschieht durch Stechmücken. 30 Prozent der infizierten Pferde bekommen keine Symptome. Über die Krankheitsverläufe mit Todesfolge gibt es verschiedene Angaben. Manche Autoren sprechen von 10, andere von 50 Prozent.

Die Inkubationszeit zwischen dem Mückenstich und dem Ausbruch der Krankheit beträgt 3 bis 15 Tage. „Erkrankte Pferde zeigen Ataxien, Hinterhandslähmungen oder –schwäche, Fieber, Muskelzittern und Blindheit. Sie haben Schwierigkeiten beim Aufstehen und Stoßen sich häufig den Kopf an den Boxenwänden. Nach überstandener Infektion können diese Pferde irreversible neurologische Schäden davontragen“, beschreibt der Fachtierarzt für Pferde Dr. Hubertus Nebe. Eine spezifische Therapie sei nicht möglich, lediglich eine Behandlung der Symptome.

Es gibt aber einen Impfstoff gegen das West-Nil-Virus, der bereits seit längerem in den USA zugelassen ist. Er besteht aus inaktiven Viren (Todimpfstoff), die das Immunsystem der Pferde anregen. Dazu wird das Pferd zweimal im Abstand von 3 bis 5 Wochen geimpft. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Tierarzt nach dem Impfstoff, wenn Sie Ihr Pferd schützen wollen. Zwischen Juli und Oktober verbreitet sich das Virus besonders stark, da die Zugvögel dann ihre Nistplätze gefunden haben und viele Mücken unterwegs sind.

 


Quelle:

Tierarzt Nebe / The Horse / Barnboox

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