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Panorama :: News-Archiv

Klaus Balkenhohl: Prozess gegen Mikrochipping von Pferden

21.08.2015 – Der ehemalige Olympiasieger und Dressurprofi Klaus Balkenhohl zog am Mittwoch vor das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen, um die verpflichtende Kennzeichnung von Pferden per Mikrochip zu verhindern. Sein Argument: das Brandzeichen am Schenkel sei völlig ausreichend. Das Gericht gab ihm jedoch nicht Recht.
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Die Richter entschieden: Der Schenkelbrand ist kein Ersatz für den Mikrochip, der seit 1. Juli 2009 für alle Equiden vorgeschrieben ist, die nach diesem Datum geboren worden sind. Dieser soll die Tiere per Kennnummer lebenslang eindeutig identifizieren und dafür sorgen, dass jedes Pferd nur einen Pferdepass erhält. Balkenhohl argumentierte mit der Infektionsgefahr beim Einpflanzen des Chips unter die Haut am Hals. Er sagte, der Fremdkörper schmerze die Pferde ständig, was zum Beispiel beim Putzen auffalle. Der Schenkelbrand hingegen sei ein einmaliger Schmerz, der schon bald nicht mehr wehtut.

Eine Studie der Universität Kopenhagen widerlegte diese Aussage jedoch. Demzufolge ist der umstrittene Schenkelbrand wesentlich schmerzhafter und die Heilung verläuft schlechter. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner wollte das Brennen von Pferden deshalb 2012 abschaffen, scheiterte aber mit ihrem Vorhaben. Aktuell ist sowohl der Heißbrand als auch das Chippen in Deutschland zulässig.

 


Quelle:

Abendzeitung München / Barnboox

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