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Immer weniger Züchter in Bayern – stärkster Rückgang im Bereich Warmblut

07.03.2014 - Wie der Landesverband Bayerischer Pferdezüchter in der Märzausgabe seines  Verbandsorgans „Blickpunkt Zucht“ berichtet, sind die Züchterzahlen in Bayern weiter rückläufig. Im Jahr 2013 waren nur noch 5490 Züchter registriert. Das sind 308 weniger als im Vorjahr.
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Besonders stark trifft dies die Warmblutzucht. Hier waren es 169 Züchter weniger als im Jahr 2012. Es folgen die Haflinger- und Edelbluthaflingerzüchter mit einem Minus von 125 Züchtern.

Bayerisches Warmblut: vom Rottaler zum Leistungspferd für den großen Sport
Der Landesverband Bayerischer Pferdezüchter engagiert sich für die Rassen Bayerisches Warmblut, Haflinger bzw. Edelhaflinger und Süddeutsches Kaltblut. Die Zucht von Reitpferden hat in Bayern eine lange Tradition. Aus den hoch geschätzten Rottaler Pferden des Mittelalters wurde durch sorgfältige Zuchtauswahl ein modernes Reitpferd für den großen Sport, Das Bayerische Warmblut soll sich durch Rittigkeit und Leistungsfähigkeit, aber auch durch seinen guten Charakter und angenehmes Temperament auszeichnen. Laut Verbandsangaben sind derzeit etwa 3500 Stuten und 125 Hengste im Zuchtbuch eingetragen. Zum Zuchtprogramm gehören die Beurteilung der äußeren Erscheinung, aber auch Eigenleistungsprüfungen und Prüfungen auf Charakter und Gesundheit. Auf dieser Basis wird streng selektiert, damit nur die besten Pferde in der Zucht bleiben und die nächsten Pferdegenerationen liefern können.

Eines der  bedeutendsten Haflinger- und Edelbluthaflingerzuchtgebiete Europas
Der Haflinger/Edelbluthaflinger gilt nicht nur als ideales, vielseitiges Familienpferd für alle Sparten des Freizeitbereichs, sondern macht längst auch auf Turnieren bundesweit auf sich aufmerksam. Insbesondere im Fahrsport weiß er zu glänzen. Mit über 1.800 eingetragenen Zuchtstuten und 75 Hengsten zählt er zu einer der bedeutendsten Rassen in Bayern. Der Haflinger unterscheidet sich vom Edelbluthaflinger nur aufgrund seines Anteiles an Araberblut. Die Haflinger weisen hier weniger als 1,56 % auf.

Größtes geschlossenes Kaltblutzuchtgebiet in Deutschland
Das Süddeutsche Kaltblut verkörpert das schwere Zugpferd. Gezüchtet wird ein mittelschweres, leichtfüßiges Pferd mit vielseitiger Verwendbarkeit, raumgreifenden Bewegungen und von ausgeglichenem, umgänglichem Temperament. Einsatzgebiete sind das Fahren und das Ziehen im leichten und im schweren Zug.  Das Süddeutsche Kaltblut wird heute hauptsächlich in der Waldarbeit, in Freizeitgespannen und historischen Umritten und Fahrten verwendet. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich im Wesentlichen auf das bayerische Oberland und den Bayerischen Wald. Derzeit sind über 2000 Zuchtstuten und 115 Hengste im Zuchtbuch eingetragen.


Quelle:

http://www.bayerns-pferde.de

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