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Gesundheit :: Alternative Therapien

Bachblüten-Therapie: Blütenessenzen für die Psyche

Dr. Edward Bach ist der Begründer der nach ihm benannten feinstofflichen Therapie, die auf Blütenessenzen basiert. Man kennt insgesamt 38 Bachblüten, die heute meist als ergänzende Behandlung bei verschiedensten Erkrankungen eingesetzt werden. Bachblüten wirken allerdings nicht auf körperliche Symptome, sondern auf den seelischen Zustand, der als Ursache für das Entstehen einer Erkrankung verantwortlich gemacht wird.
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SONY DSCDer Arzt Dr. Edward Bach ist der Begründer der nach ihm benannten Blütentherapie. Die eigene Erkrankung – er litt unter Depressionen und Burnout – war der Auslöser, einen neuen Weg zu beschreiten. 1919 bis 1922 war er am London Homoeopathic Hospital angestellt und hatte ersten Kontakt zur homöopathischen Heilkunde, die von Samuel Hahnemann begründet wurde. Bach entwickelte unter diesem Einfluss die Nosodentherapie und suchte ab 1928 nach Pflanzen, die die Nosoden ersetzen könnten. Seine Idee war, dass alles auf Schwingung basiere und man lediglich eine Pflanze mit derselben Schwingung finden müsse, um einen heilenden, regulierenden Effekt zu erhalten.

Seine Therapieform war als alleinige Behandlungsmethode gedacht, die insbesondere für jeden anwendbar und erschwinglich sein sollte. Die von Dr. Bach entdeckten Blüten stammen von wild wachsenden Pflanzen, die nicht als Heilpflanzen im herkömmlichen Sinne bekannt sind. Sie enthalten keinerlei pharmakologische Wirkstoffe, die nach konventionellen Vorstellungen eine Wirkung gegen bestimmte Krankheiten hätten. Bachblüten werden auch nicht aufgrund spezieller Krankheitssymptome verordnet, sondern gegen die negativen Grundstimmungen und Charaktereigenschaften, die zum Ausbruch der jeweiligen Krankheit geführt haben.

Psyche und Körper beeinflussen sich gegenseitig

Bach erkannte den Zusammenhang der Psyche und des Körpers als eine sich gegenseitig beeinflussende Einheit. Eine körperliche Krankheit beeinflusst die Grundstimmung eines Menschen negativ, man ist deprimiert, frustriert, „wehleidig“, mürrisch oder aggressiv, wenn einen Schmerzen plagen. Andersherum aber kann eine negative Stimmung wie Hass, Depression oder Ärger auch körperliche Krankheiten nach sich ziehen. Jeder kennt den Ausspruch „Was ist dem über die Leber gelaufen?“ oder „Ihm kommt die Galle hoch“, wenn jemand verärgert und missgelaunt ist. Dass Burnout-Syndrome und Depressionen die Gefahr von körperlichen Auswirkungen wie Herzinfarkt, Hörsturz oder Schlaganfall haben können, ist bekannt. Bach war davon überzeugt, dass eine Krankheit verhindert oder geheilt werden konnte, wenn die negative Stimmung oder Charaktereigenschaft behandelt wird.

Somit bestimmt die Grundstimmung des Patienten die Auswahl des Mittels und nicht die daraus entstandenen Beschwerden. Eine Wirkung haben die Bachblüten in erster Linie dann, wenn sich Stimmungsänderungen eingestellt haben. Obwohl die Bachblüten-Therapie ursprünglich für Menschen entwickelt worden ist, hilft sie auch bei Tieren.

Adaption der Therapie für Pferde erfordert viel Erfahrung

Bei Pferden ist die Bachblüten-Therapie oft nach einem Stallwechsel oder bei einer neuen Herdenzusammenstellung angesagt. Sinnvoll ist der Einsatz von Bachblüten auch nach Unfällen, wenn die Tiere die Erlebnisse nicht verkraften können oder unter den Folgen leiden. Alle Veränderungen der normalen Charakterzüge und Stimmungsumschwünge sind prädestiniert für die Bachblüten-Therapie. Die richtige Blütenmischung zu finden, basiert auf der Kunst, die Psyche des Pferdes richtig einzuschätzen. Das ist nicht immer einfach. Oft hat ein Außenstehender mehr Abstand und kann darum die Einschätzung neutraler vornehmen als der Besitzer selbst. Darum sollten Pferdebesitzer einen erfahrenen Therapeuten zu Rate ziehen, wenn sie ihre Pferde mit Bachblüten behandeln möchten. Oft gelingt es einem neutralen Therapeuten besser, die richtige Blütenmischung zu finden.

Heilsystem aus 38 Bachblüten und Ihre Einsatzbereiche

Die Umsetzung bestimmten Charaktereigenschaften und Stimmungen auf Tiere ist nicht immer einfach, zumal eine „Vermenschlichung“ der Tiere fehl am Platze ist und meist zu völlig falschen Einschätzungen führt. Nach Durcharbeit der Bachblütenliste treffen oft drei bis sechs Blüten auf ein Tier zu. Man sollte nicht mehr als sieben verschiedene Blüten mischen: Wenn mehrere als zutreffend erscheinen, ist es besser, die Auswahl nochmals einzugrenzen und weiter zu differenzieren. Bach selbst stellte das bis heute in dieser Form verwendete und oft als 39. Bachblüte bezeichnet „Rescue Remedy“ zusammen. Es besteht aus den Blüten Clematis, Impatiens, Rock Rose, Cherry Plum und Star of Bethlehem.
Die anschließende Auflistung der Bachblüten dient als Übersicht. Für die Einschätzung der exakten Wirkungsrichtung ist ein tiefgreifenderes Studium notwendig.

Bachblüte Bei folgenden Eigenschaften
Agrimony (Odermennig) Überempfindlichkeit
Aspen (Zitterpappel) Angst vor Unerklärlichem
Beech (Rotbuche) Schlechtes Einfühlungsvermögen
Centaury (Tausendgüldenkraut) Überempfindlichkeit
Cerato (Bleiwurz) Unsicherheit
Cherry Plum (Kirschpflaume) Angst, Verzweiflung
Chestnut Bud (Rosskastanie) Interesselosigkeit
Chicory (Wegwarte) Besitzergreifend, Einmischung
Clematis (Weiße Waldrebe) Geistige Abwesenheit
Crab Apple (Holzapfel) Mutlosigkeit, starker Reinlichkeitssinn
Elm (Ulme) Versagensängste, Verzweiflung
Gentian (Herbstenzian) Unsicherheit, Pessimismus
Gorse (Stechginster) Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung
Heather (Heidekraut) Selbstmitleid, Einsamkeit
Holly (Stechpalme) Neid, Misstrauen, Eifersucht
Honeysuckle (Geißblatt) Lebt zu sehr in der Vergangenheit
Hornbeam (Weißbuche) Unsicherheit
Impatiens (Drüsentr. Springkraut) Ungeduld, Einsamkeit, Gereiztheit
Larch (Lärche) Verzweiflung, Mutlosigkeit
Mimulus (Gefl. Gauklerblume) Angst vor Bekanntem
Mustard (Ackersenf) Depressionen, Schwermut
Oak (Eiche) Zu starkes Pflichtgefühl, Verzweiflung
Olive (Olive) Erschöpfung – körperlich und seelisch
Pine (Schottkiefer) Schuldgefühle, Verzweiflung
Red Chestnut (Rote Kastanie) Angst um andere
Rock Rose (Gelbes Sonnenröschen) Panikartige Angst
Rock Water (Quellwasser) Einmischung, unflexibel
Scleranthus (Einjähr. Knäuel) Unsicherheit, Unentschlossenheit
Star of Bethlehem (Doldiger Milchstern) Verzweiflung, Trauer, Schockerlebnisse
Sweet Chestnut (Edelkastanie) Verzweiflung
Vervain (Eisenkraut) Einmischung, Fanatismus
Vine (Weinrebe) Intoleranz, Tyrannei, Dominanz
Walnut (Walnuss) Überempfindlichkeit
Water Violet (Sumpfwasserfeder) Einsamkeit, Isolation, Stolz
White Chestnut (Rosskastanie) Grübeln, Interesselosigkeit
Wild Oat (Waldtrespe) Unentschlossenheit, Unsicherheit
Wild Rose (Heckenrose) Trauer, Demotivation, Resignation
Willow (Weide) Mutlosigkeit, Verzweiflung

Quelle:

Renate Ettl, Barnboox
Bild: Fotolia #85180473